Das Staatsarchiv Verbania, eine Außenstelle des italienischen Kulturministeriums, wurde per Ministerialdekret vom 27. März 1972 als Abteilung des Staatsarchivs Novara zur Aufbewahrung der von den staatlichen Ämtern in der Region Alto Novarese erstellten Dokumente gegründet.
Nach der Gründung der Provinz Verbano-Cusio-Ossola erlangte es per Ministerialdekret vom 24. Mai 1997 seine Autonomie.
Das Archiv befindet sich in einem Gebäude mit einem großen Portikus mit Gewölbedecke und acht Granitsäulen, der einen Garten umgibt.
Es wurde ab 1786 als Schulgebäude errichtet und nach der postnapoleonischen Restaurierung als Gymnasium genutzt.
Um 1860 wurden weitere Gebäude für Schulzwecke vorgesehen. Das Gebäude wurde um das dritte Stockwerk erhöht und renoviert, um das Gericht, das Amtsgericht und für kurze Zeit auch das Schwurgericht unterzubringen.
1970, nach dem Umzug der Justizbehörden in den neuen Sitz, wurde das Gebäude erneut renoviert, um es für die Unterbringung des Staatsarchivs anzupassen, das 1976 seinen Betrieb aufnahm.
Derzeit verfügt das Archiv über neun Lagerräume auf drei Etagen, fünf Büroräume, einen Studiensaal und einen großen Raum für Ausstellungen und Konferenzen.
Die Aufgaben des Instituts bestehen im Wesentlichen im Schutz, der Erhaltung und der Aufwertung der Dokumentation. Dies geschieht durch:
• Überwachung der Entwicklung der Archive staatlicher Stellen;
• Erwerb von Dokumenten von historischem Interesse von staatlichen Stellen, öffentlichen Einrichtungen und Privatpersonen durch Kauf, Hinterlegung oder Schenkung;
• Reorganisation des Archivs und Entwicklung der zugehörigen Forschungsinstrumente (Inventare, Indizes, Konsistenzlisten, Datenbanken);
• Restaurierung von Dokumenten sowie die Erhaltung und funktionale Anpassung des Archivs;
• Bildungsinitiativen für Schulen und Förderinitiativen zur Förderung der Inwertsetzung von Dokumenten, auch in Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen.
Das Staatsarchiv Verbania bietet der Öffentlichkeit folgende Dienstleistungen an:
• kostenloser Zugang zum Studiensaal für die Durchführung historischer und administrativer Recherchen mit Unterstützung durch die Mitarbeiter des Instituts;
• kostenpflichtige Reproduktion von Dokumenten per Scanner oder Kamera durch die Mitarbeiter des Instituts;
• Fernrecherche für Verwaltungs- und Studienzwecke per E-Mail;
• Lehrbesuche nach Reservierung, die die Dokumentation als historische Quelle präsentieren, und kurze Forschungskurse, die Studierende in die Archivforschung einführen;